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Die Gründungsjahre 1903 bis 1914

Wie so oft im Leben, sollte auch bei der Gründung des Instrumentalvereins St. Josef Breberen-Schümm e.V. die Verwirklichung eines Sprichwortes Geschichte, in diesem Falle Vereins-geschichte, machen: "Des einen Untergang ist des anderen Leben" führte zur Gründung des Vereins. Der um die Jahrhundertwende in Breberen bestehende Junggesellen-Club löste sich wegen Überschuldung auf. Einige jüngere Mitglieder dieses Clubs sowie andere Musikliebhaber beschlossen im Jahre 1903, einen Musikverein zu gründen.

Die Gründer des Vereins waren:

Paul Krings, Wilhelm Tholen, Josef Schröder, Josef Jansen, Leo Moitroux, Wilhelm Peters, Hubert Aufsfeld und Gottfried Rademacher.

Nun, die Gründung war beschlossen, eine Reihe von Idealisten war vorhanden, was jedoch fehlte, um den Worten Taten folgen zu lassen, war das liebe Geld, das zur Beschaffung von Instrumenten unbedingt erforder-lich war. Hier sprang der Landwirt Hubert Tholen selbstlos in die Bresche und stellte den Musikern das nötige Startkapital zinslos zur Verfügung. Von den später erzielten Einnahmen wurden die Schulden dann beglichen.

Die treibende Kraft bei den jungen Musikfreunden war wohl Paul Krings, Aufgrund seiner bereits vorhandenen musikalischen Bildung wurde er dann der erste Dirigent des Vereins und vermittelte den Musikern, während der Wartezeit auf die im Oktober bestellten Instrumente, das nötige theoretische Wissen.

Zum ersten Präsidenten des Vereins wurde Josef Notermanns gewählt. Groß war die Freude aller beim Eintreffen der Instrumente. Endlich konnten die Proben beginnen und zwar in der Schreinerwerkstatt des Dirigenten Paul Krings.Nun kann man sich ja vorstellen, welche Geräusche am Anfang den Blasinstrumenten entlockt wurden, von den Beteiligten voller Stolz als Töne bezeichnet, von den Zuhörern jedoch eher als "Lärmbelästigung".Nicht umsonst schrieb seinerzeit Wilhelm Busch: Musik wird als störend oft empfunden, da sie eben mit Geräusch verbunden. Nach einem Jahr wurden die Proben des Vereins in das unbewohnte Haus "a Beldges" in der Bachstraße verlegt.

Hier im "Beldges Hüske" war man Herr im eigenen Hause. Der gusseiserne "Bäreklau" (Ofen) und eine Bratpfanne gehörten zum Inventar. Direkt in der Nachbarschaft betrieb Hein Königs eine Metzgerei. Die Würste, die er den Musikern nach den Proben spendierte, blieben ungezählt. Von Wurst allein aber konnten die fleißigen Musiker nicht leben. So wurde an Namenstagen "de Hommelschuel", eine Bierkanne aus Kupfer, die etwa 8 Liter Bier fasste, in den damaligen Gaststätten Moitroux und Aretz gefüllt, und damit die vom Austrocknen bedrohten Kehlen "geölt".Anlass für den ersten öffentlichen Auftritt des Vereins sollte leider ein trauriger werden. Der 25-jährige Heinrich Erkens, durch einen tragischen Unfall tödlich verunglückt, wurde zu Grabe getragen. Die Musiker spielten ihm zum Gedenken einen Trauerchoral und das Lied vom "Guten Kameraden".

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